Die Gemeinde Wagenfeld weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Verstopfungen in Kanalleitungen und Abwasserpumpen gekommen ist. Besonders betroffen sind die zahlreichen Pumpwerke, über die das Abwasser aus den Ortsteilen zum Klärwerk gefördert wird.
Ursache dieser Störungen sind überwiegend Fremdstoffe, die über die Toilette oder den Abfluss entsorgt werden. Dazu zählen insbesondere Feuchttücher und sogenanntes feuchtes Toilettenpapier aus dem Hygienebereich. Anders als herkömmliches Toilettenpapier lösen sich diese Tücher nicht im Wasser auf, da sie aus Kunststoff- oder Baumwollfasern bestehen. Sie verknäulen sich, wickeln sich um Pumpenräder und führen immer wieder zu teuren Betriebsausfällen.
Neben Feuchttüchern bereiten auch andere Gegenstände große Probleme. Dazu gehören unter anderem Slipeinlagen, Wattestäbchen, Tampons, Verbände, grobes Papier sowie Zigarettenkippen. Auch das Einleiten von Fetten und Ölen aus Pfannen oder Fritteusen belastet die Abwasseranlagen erheblich. Diese Stoffe lagern sich in Pumpen und Leitungen ab und machen aufwendige Reinigungsarbeiten durch Spezialfirmen erforderlich.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass nach den geltenden Bestimmungen der kommunalen Abwasserbeseitigungssatzung keine Stoffe in die öffentliche Abwasseranlage eingeleitet werden dürfen, die zu Verstopfungen, Ablagerungen oder Störungen der Abwasserreinigung führen. Dennoch kommt es immer wieder zu entsprechenden Fehlentsorgungen.
Der zusätzliche Aufwand und die entstehenden Kosten für Reparaturen und Reinigungen wirken sich letztlich auf die Abwassergebühren aus. Diese werden von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen – sowohl von Hauseigentümern als auch von Mietern über die Nebenkostenabrechnung. In Einzelfällen kann die Gemeinde entstandene Schäden auch dem Verursacher in Rechnung stellen, sofern dieser eindeutig ermittelt werden kann.
Die Gemeinde Wagenfeld bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich um Unterstützung:
Feuchttücher, Hygieneartikel, andere Abfälle sowie Fette und Öle gehören nicht in die Toilette und sollten konsequent über den Hausmüll beziehungsweise gesonderte Entsorgungswege entsorgt werden.
Mit einem verantwortungsvollen Umgang kann jeder Einzelne dazu beitragen, Störungen zu vermeiden, Kosten zu senken und den Betrieb der Abwasseranlagen dauerhaft sicherzustellen. Die Gemeinde bedankt sich für die Mithilfe und das Verständnis der Bevölkerung.




