Ströhen/Wagenfeld. Der Aufstieg zu den Aussichtstürmen am Rande des Naturschutzgebietes Neustädter Moor ist für Naturfreunde aller Altersgruppen deutlich leichter geworden. Seit Saisonstart geben gut sichtbare gelb abgesetzte Antirutsch-Treppenkantenprofile und besser zu umfassende runde Handläufe älteren Menschen und Kindern einen sichereren Halt beim Begehen des kleinen und großen Aussichtsturms in Ströhen.
Am Wochenende informierten sich Bürgermeister Matthias Kreye und Fachbereichsleiter Sven Schröder aus dem Wagenfelder Rathaus sowie die Biologin und Geografin Luisa Stemmler, beim BUND Diepholzer Moorniederung mitverantwortlich für Moorführungen, sowie Regionalmanagerin Heidrun Nolte vom Naturpark Dümmer über die Infrastruktur-Verbesserungen im Naturparkgebiet.
Die Maßnahmen im Neustädter Moor wurden im Rahmen des Projektes „Schaffung von barrierefreien Naturerlebnissen im Naturpark Dümmer“ im Rahmen des EU-Projektes „Landschaftswerte“ realisiert. „Um nicht nur Naturfreunden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, den Auf- und Abstieg zu und von den Plattformen der Aussichtstürme zu erleichtern“, betonte Sven Schröder. Und Bürgermeister Kreye ergänzte, „dass die Maßnahmen an den zwei Türmen das touristische Angebot der Gemeinde Wagenfeld, gerade für die genannte Zielgruppe, deutlich verbessern.“
Zum großen Turm gelangt man über den Parkplatz am „Hochmoorweg“. Der kleine Turm ist direkt am Moorpadd am Ende des Weges „Langer Berg“ nahe der BUND Schäferei Teerling. Dort ist auch der Endpunkt der Ströher Moorbahn. Verbunden können die Besuche mit den MOORWELTEN, die ebenfalls barrierefrei sind.
Zur Zielsetzung des Projektes erläuterte Heidrun Nolte, dass durch die Maßnahmen für alle Moorbesucher die Möglichkeit verbessert und erleichtert werden solle, am See, im Wald oder im Naturraum Moor die Natur zu erleben. Das Vorhaben habe eine Laufzeit von drei Jahren und werde derzeit im gesamten Bereich des Naturparks Dümmer durchgeführt, teilte sie weiter mit. Auch Luisa Stemmler äußerte sich lobend über die an den Aussichtstürmen abgeschlossenen Verbesserungen für den Auf- und Abstieg.
Neben den Maßnahmen in der Gemeinde Wagenfeld werden in zehn weiteren Naturpark-Gemeinden und Einrichtungen unterschiedliche infrastrukturelle Maßnahmen umgesetzt. „Beispielsweise wurden in den vergangenen Monaten in der ostwestfälischen Gemeinde Stemwede mehrere Hörtafeln angeschafft, in Bohmte und der Stadt Diepholz jeweils ein barrierefreier Picknickplatz eingerichtet und für körperbehinderte Menschen am Heidesee in Holdorf ein Strandrollstuhl angeschafft worden“, berichtet Detlef Tänzer, Geschäftsführer des Naturparks Dümmer. Zudem seien auch an den Aussichtstürmen am Dümmer die Zugänge barrierefrei gestaltet worden, teilte er weiter mit.
Durch die Beteiligung zahlreicher Kommunen wird durch das mit Mitteln aus dem EU-Programm „Landschaftswerte“ geförderte Projekt im gesamten Naturpark-Gebiet die Barrierefreiheit deutlich verbessert.
Kontakt zu den Führungen:
www.moorwelten.de (Moorwelten, EFMK)
www.bund-dhm.de (BUND Diepholzer Moorniederung)
