Das Investitionsprogramm der Gemeinde Wagenfeld für die Jahre 2025 und 2026 enthält eine Ausgabeermächtigung für den Neubau eines Kinderplanschbeckens im Freibad Wagenfeld. Die dazugehörige Detailplanung wurde in den Ratsgremien im Oktober 2025 vorgestellt und beschlossen. Dabei wurde ein Kostenrahmen von 305.000 Euro festgelegt.
Inzwischen liegen die Ausschreibungsergebnisse der wesentlichen Gewerke vor. Diese zeigen, dass sich die tatsächlichen Baukosten voraussichtlich um mehr als 50 Prozent erhöhen würden. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf rund 460.000 Euro.
Der Verwaltungsausschuss hat daraufhin in einer eigens einberufenen Sitzung entschieden, das Kinderplanschbecken in der bislang geplanten Form nicht umzusetzen. Aufgrund der nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wurden die laufenden Ausschreibungen vollständig aufgehoben.
„Die Ergebnisse der Ausschreibung waren in dieser Höhe im Vorfeld nicht absehbar. Ein Kinderplanschbecken mit einer Bausumme von nahezu 500.000 Euro war politisch nicht beabsichtigt und ist für die Gemeinde Wagenfeld in der aktuell angespannten Haushaltssituation nicht umsetzbar. Die Entscheidung ist in enger Abstimmung mit dem Förderverein Hallen-Freibad Wagenfeld e.V. getroffen worden“, erklärt Bürgermeister Matthias Kreye.
Die Verwaltung wurde beauftragt, gemeinsam mit dem Förderverein eine deutlich kostengünstigere Alternative zu erarbeiten. Damit auch in der Freibadsaison 2026 weiterhin ein Angebot für Familien mit kleinen Kindern zur Verfügung steht, wird das bestehende Kinderplanschbecken nochmals mit notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen hergerichtet.